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Forum Monte Verità

Monte Verità ist ein historischer Ort der Begegnung und des Dialogs: Von den ersten Anarchisten bis zu den Utopisten ist dieser Ort von jeher besonders günstig für die Entstehung neuer Strömungen, Projekte und Ideen. Im Laufe der letzten Jahre und insbesondere im Zuge der Initiativen zur kulturellen Neuerschliessung des Zentrums hat die Stiftung Monte Verità mehrmals Projekte unter Beteiligung von Persönlichkeiten, Körperschaften und Institutionen entwickelt. So entstanden die Monte Verità-Foren, die sich der Kultur, der Friedensförderung und dem Schutz der Menschenrechte widmeten. Der Monte Verità ist selbst ein Forum. Das Zentrum kann seine Räumlichkeiten für die Entwicklung von Projekten, die Vertiefung bestimmter Themen oder für Debatten über philosophische, wissenschaftliche, gesellschaftliche Anschauungen etc. anbieten. Bei einem ersten Foren entstand eine Zusammenarbeit von Kulturschaffenden, beim zweiten, dem Forum über Menschenrechte, wurde der Hügel von Ascona zu einem offenen Raum, in dem sich die Opfer, die Verteidiger und die Organisationen äussern können.

Forum Diritti Umani - Menschenrechte
Die hundertjährige Geschichte des Monte Verità ist von zahlreichen Projekten zur Friedensförderung, Kulturvermittlung und kulturellen Begegnung geprägt. Diese Qualität begleitet den Hügel von Ascona bereits seit seinen Ursprüngen als Ort der Utopie. Im Rahmen der kulturellen Neuerschliessung des Zentrums seit 2003 hat die Monte Verità-Stiftung der Utopie als unentbehrlicher Antriebskraft für Gesellschaften und der Förderung des Friedens und der Menschenrechte besondere Bedeutung beigemessen. Im Laufe der letzten Jahre wurden viele Initiativen gegründet und Veranstaltungen organisiert: Begegnungen mit Persönlichkeiten und Zeugen, interkulturelle Aktivitäten, ein Forum und ein Schutzprojekt für Menschenrechtsverteidiger. Dieses Engagement wurde nicht nur von der Öffentlichkeit sowie von Körperschaften und Vereinen unterstützt, sondern auch durch eine Auszeichnung belohnt: Monte Verità wurde durch die Aufstellung eines Peacepole der UNESCO als Ort des Friedens geehrt. Die Begeisterung der Förderer ist im Laufe der Jahre gewachsen und die einzelnen Initiativen wurden zu einem roten Faden, der sich durch eine ganze Reihe von Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahreslauf zieht. Monte Verità wurde dank seiner humanitären Initiativen zu einem internationalen Leitstern für den Schutz der Menschenrechte. 2008 war das Zentrum an einer ganzen Reihe von Friedenskonferenzen zu Brennpunkten wie Afghanistan und Tibet beteiligt, bei denen Persönlichkeiten und Vertreter internationaler Organisationen präsent waren. Nun möchte man sich der Jugend öffnen, denn nur durch sie kann man wirklich etwas erreichen. Ein erstes originelles Projekt in dieser Richtung wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Menschenrechtserklärung am 10.12.2008 vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Initiative mit langfristigem Ansatz, die sich an Familien und Schulen richtet und von Jugendlichen selbst im Rahmen einer langen Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungstätigkeit entwickelt wurde. Dieser "Weg der Rechte" ist ein innovatives Angebot und eine ortsgerechte Bereicherung für den Monte Verità und wird zur Wiederentdeckung des hundertjährigen Parks in unserem Zentrum führen, mit seiner phantastischen Geschichte aus Utopien, Visionen und Lebenswirklichkeit. Es ist ein erster Schritt zu neuen Projekten der Kulturförderung, insbesondere zum Thema Menschenrechte, bei dem junge Menschen im Mittelpunkt stehen. Sie müssen unbedingt mit einbezogen werden, damit man sich nicht nur immer an ein bereits interessiertes und vorinformiertes Publikum wendet. Dazu werden derzeit verschiedene Ideen erwägt. Zum Beispiel wäre es schön, eine Gruppe "Jugendliche für die Menschenrechts" zu gründen, mit der man Veranstaltungen planen, Projekte entwickeln und die neuen Instrumente der globalen Kommunikation nutzen könnte, um mit dem "Rest der Welt" in einen Dialog zu treten.

Forum Lago Maggiore
Die Idee eines Lago Maggiore-Forums entstand im Laufe des Jahres 2008 in einer Gruppe von See-Fans, darunter Renzo Botta, Pippo Gianoni, Benedetto Pedrazzini und Claudio Rossetti. Es kam zu diversen Gesprächen mit Experten, Vereinen und Unternehmen, die um den See herum aktiv sind. Offiziell wurde die Initiative am 8.8.2008 auf den Brissago-Inseln anlässlich einer Kulturveranstaltung gestartet, die sich für die Olympiade als eine Arena der Menschenrechte einsetzte. Wir sind überzeugt, dass im Gebiet um unseren See herum verschiedene Akteure Probleme und Aktivitäten miteinander teilen, die nicht nur mit der Schifffahrt verbunden sind. Es kam also die Idee auf, begeisterte und in ihren Fachbereichen kompetente Menschen zusammen zu bringen, um einen konstruktiven Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und im Interesse aller eine Reihe von Synergien zu aktivieren. Im Lage Maggiore spiegelt sich eine Grenzregion, die gleichzeitig für Tourismus, Kultur und Wirtschaft gleichzeitig eine Ressource darstellt. Die Monte Verità-Stiftung und der Nautik-Club Verbano beschlossen daher, alle Interessengruppen (aus Tourismus, Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Projekten, Sportverbänden) zur Präsentations- und Gründungsveranstaltung des Forums einzuladen (16.01.09). Das Forum wird seinen offiziellen Sitz auf den Brissago-Inseln haben. Direkt vom Lago Maggiore aus wird diese neue für alle offene und grenzüberschreitende Einrichtung Begegnungen zu bestimmten Themen, Veranstaltungen und touristische Marketingprojekte anregen. Einige konkrete Beispiele: Diskussion von Gesetzesentwürfen, gemeinsame Nutzung der Seeinfrastruktur, Schaffung einer gemeinsamen Website, Begegnungen mit Persönlichkeiten aus der Welt des Sports, Gestaltung von Reiseangeboten und Tourenvorschlägen für Touristen. Heutzutage fehlt es oft am Dialog und an Zusammenarbeit; jede Einrichtung beschränkt sich auf ihr Sachgebiet, es fehlt ein Gesamtüberblick. Es gibt tatsächlich zahlreiche konkrete Möglichkeiten für Synergien. Auch die Öffnung nach Italien, sowohl im Grenzbereich von Verbano als auch bezüglich der Achse Mailand-Venedig, beweist den Willen zur Öffnung und zu einer globalen Konzeption". Das Lago Maggiore-Forum bietet zweifellos die Gelegenheit zum Dialog und zur Zusammenarbeit für das Wachstum der Region im Interesse aller auf dem und um den See herum Aktiven.