Logo

Fondo Harald Szeemann

Der Fonds macht ca. 5% des Archivs Harald Szeemann aus; bis 31. Januar 2007 war er integrierender Bestandteil des Archivs, bevor die Stiftung Monte Verità das Material zum Monte Verità erwarb. Der Fonds umfasst insbesondere die Dokumente, Objekte, Publikationen, Fotografien, Artikel und übrigen Materialien zur Geschichte des Monte Verità, die im Museum Casa Anatta, in der Bibliothek des Hotels Bauhaus, im Elisarion-Pavillon auf dem Monte Verità und im Archiv in Maggia ausgestellt bzw. gelagert waren. Davon ausgenommen sind die Kunstwerke und Dokumente rund um Armand Schulthess, die im Besitz von Ingeborg Lüscher blieben, und die Bilder von Elisàr von Kupffer, die dem Kulturzentrum und Elisarion-Museum in Minusio gehören. Absicht der Stiftung Monte Verità war es, unter der Leitung des Departements für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Tessin und in Zusammenarbeit mit der Staatsarchiv des Kantons Tessin «die Materialien [...] zur Geschichte des Kantons Tessin und die verschiedenen damit in Verbindung stehenden künstlerischen, literarischen, philosophischen und spirituellen Bewegungen zu erfassen, zu katalogisieren und aufzuwerten». Dieses Ziel gehört zum umfassenden Restaurationsprojekt der historischen Gebäude auf dem Monte Verità, insbesondere des Museums Casa Anatta. Der Fonds setzt sich aus vier Teilbereichen zusammen. Der erste entspricht der Sammlung von Museumsobjekten, die bis im Sommer 2009 im Museum Casa Anatta ausgestellt waren und dort auch wieder Platz finden sollen. Die drei übrigen Bereiche umfassen die Unterlagen zum Monte Verità aus der Fabrik Maggia. Dank Harald Szeemanns methodischer und konsequenter Archivierung sind diese in hervorragendem Zustand ins Staatsarchiv gelangt. Die Dokumente befanden sich mehrheitlich in "Villa Jelmini"-Weinkartons - dem Lieblings-Merlot des Kurators - oder in Plastik-Archivschachteln. Auf der Vorder- und Rückseite jeder Schachtel befand sich eine handgeschriebene Etikette mit Inhaltsangabe. In den Schachteln wurden die Dokumente in gelben A4-Couverts und/oder unterteilbaren Schreibmappen aufbewahrt; sowohl die Couverts als auch die Mappen trugen handgeschriebene Titel. Die Durchsicht hat gezeigt, dass die Unterlagen in drei Hauptbereiche eingeteilt waren: Bereich Dokumente, Bereich Bildmaterial, Bereich Bibliothek und Zeitschriften. Die drei Bereiche waren von Harald Szeemann mit unterschiedlichen Ordnungskriterien aufgebaut: ein alphabetisches Kriterium für den Bereich Dokumente, ein thematisches Kriterium für die Bereiche Bildmaterial bzw. Bibliothek und Zeitschriften. Insgesamt umfassen die drei Bereiche die Jahre 1974-2005 und enthalten die von Harald Szeemann im Rahmen der Planung und Realisierung der Ausstellung in Ascona 1978 und der weiteren Präsentationen (Zürich, Berlin, Wien, München und wieder Ascona) produzierten oder erhaltenen Dokumente. Ausserdem gehört die von Szeemann als Mitglied der Kulturkommission der Monte Verità AG (1984-1990) produzierte bzw. erhaltene Dokumentation dazu, welche die kulturpolitischen Entscheide der Stiftung Monte Verità in den Jahren 1990-2005 illustriert. Die drei Abteilungen enthalten vor allem Dokumente auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch; die deutsche Sprache ist jedoch am stärksten vertreten.

"Dalla visione al chiodo. Dal chiodo alla visione. Il Fondo Harald Szeemann dell'Archivio Fondazione Monte Verità"

hg. von Claudia Lafranchi Cattaneo und Andreas Schwab."Bollettino storico della svizzera italiana" No. 12, Salvioni Edizioni: 2013.

Der Band, der dem Fonds Harald Szeemann gewidmet ist, konzentriert sich auf den Teil des Archivs von Harald Szeemann, der den Monte Verità betrifft, insbesondere auf die epochale Ausstellung "Le mammelle della verità", die 1978 zum ersten Mal gezeigt wurde. Dieser Bestandteil des riesigen Archivs von Harald Szeemann, der 2007 von der Stiftung Monte Verità erfasst und anschliessend katalogisiert wurde, steht seit 2011 den Forschenden zur Verfügung und ist Thema der vorliegenden Publikation.

Online kaufen

Preis: 23 CHF + Versandkosten
Für Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung: [email protected]

Kontakt

Archivio di Stato del canton Ticino

Viale Stefano Franscini 30a
6500 Bellinzona
tel. +41 91 814 13 20
fax +41 91 814 13 29
[email protected]

Opening hours:

Montag: 09.15 - 17.00
Dienstag-Freitag: 08.30 - 17.00

Der Fonds wird im Staatsarchiv des Kantons Tessin (ASTI)

P. Getty Research center

Das Institut in Los Angeles verfügt über einen Grossteil des Archivs von Harald Szeemann, das in der Fabrik in Maggia gelagert war. Die Katalogisierungsarbeiten sind bereits fertig. (mehr darüber)

Kontaktanfrage

https://fmweb.getty.edu/griscrr/reference_form.php